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Die Gemeinde Spantekow

Satzungen der Gemeinde

Die Gemeinde Spantekow, mit ihren 1395 Einwohnern, liegt im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Mit Ablauf des 06. Juni 2009 sind die Gemeinden Drewelow und Japenzin und mit Ablaud des 31.12.2011 die Gemeinde Neuendorf B dazu gekommen. Zur Gemeinde gehören folgende Ortsteile:

Rebelow – Dennin – Schwerinshorst - Drewelow - Fasanenhof - Japenzin - Rehberg - Neuendorf B - Janow

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Landkreis: Vorpommern-Greifswald

Gemeindefläche: 7.042,00 ha

Amtsbereich: Amt Anklam-Land

Wirtschaftsstruktur: Landwirtschaft, Gewerbe 

 

 

Soziale Infrastruktur: Kindertagesstätte, Regionalschule mit Grundschule, Allgemeinarzt, Zahnarzt, Apotheke, Sportvereine, Jugendclub, Gaststätte, Gewerbe

Bürgermeister: Herr Gerold Klien

Erreichbar über E-Mail: g.klien@amt-anklam-land.de

Informationen über:
Amt Anklam-Land
Rebelower Damm 2
17392 Spantekow


Spantekow, das Dorf wird im pommerschen Urkundenbuch so geführt, Spantekow
12. August 1321 (PUBV/ S.57 Nr. 3528). Spantekow gehört zu den Besitzdörfern oder Herrensitze (Rittersitz). Spantekow= Swantekow= Svantekow ist ein Besitzdorf der Swantek- Svantek, es ist eine verkleinerte Kurzform von Swanteslaw oder Swantbon(vergl. Polnisch Swutoslaw und Swutobar)- der „berühmte Kämpfer“, „der starke Recke.“
Swanty (svanty) = asl. Svetti = stark, heilig.
Spantekow kann als Ursitz des Schwerinschen Geschlechts angesehen werden. Das Dorf kommt als Besitztum der Schwerine, schon in den Anklamschen Urkunden aus den Jahren 1321, 1325 und 1331 vor. Am 6. Juli 1928 feierte das Geschlecht der Schwerins sein 750jähriges Bestehen auf der Burg Spantekow. Als Vogt der Burg Schwerin in Mecklenburg  tritt der Stammvater Bernhard im Jahre 1178 zum ersten Mal urkundlich auf. Der jüngste Urenkel, Werner von Schwerin, erwarb Spantekow. Er war der Stifter der Linie Spantekow im Jahre 1258/59. Spantekow  ist mithin das Größte unter allen Gütern des Anklamschen  Kreises, zugleich aber auch in Bezug auf Bodenbeschaffenheit eines der ergiebigsten und wertvollsten.
Spantekow wird von Ludwig Wilhelm Brüggemann 1779 so beschrieben: 1 ½ Meilen von Anklam Südwestwerts, ist an der südöstlich Seite mit einem Walde von Buchen, Eichen und jungen Fichten umgeben, und hat außer einem Vorwerk, 1 Prediger, 1 Küsterhaus, 1 Predigerwitwenhaus, 1 Oberförster, 1 Landreiter, 1 Müller, 1 Schäfer, 1 Kruger (Kruginhaber) 9 Halbbauern, 3 Bücher, 18 Anlieger in königlichen Häusern, 1 Predigerhaus, 1 Schmiede zu welcher die Einwohner der Dörfer Spantekow, Drewelow, Strippow, Thurow, Dennin als Zwangsschmiedegäste gelegt wurden, einem Dammzoll und eine zu der Anklamschen Synode gehörigen Mutterkirche, deren Filiale das Dorf Drewelow ist und zu welcher die Dörfer Rebelow und Strippow und die so genannte Bruchmühle eingepfarrt sind. Ein langer Damm auf dessen beiden Seiten sich Wiesen befinden, führt zu dem Dorfe in welchem ehemals ein befestigtes und mit einem bereiten Graben umgebenes Schloss gestanden hat, welches von Ulrich von Schwerin gebaut wurde.
Spantekow, der Sitz der königlichen Beamten und Steuerpächters dieses Amtes hat etwa über 2640 Morgen.



Die Schwerins…Adelsgeschlecht, sie waren bis 1945 auf Stammburg Spantekow ansässig und hatten den umfangreichsten Besitz.

Nach 1945 hat sich der Ort Spantekow sehr gewandelt, es entstand eine zentrale Wasserversorgung und Abwasserbehandlung, Straßen, Gehwege und Straßenbeleuchtung wurden neu gebaut. Viele Gebäude wie Schule, Ärztehaus, Verwaltungsgebäude oder Bürgerhaus wurden errichtet und modernisiert



 

 

 

 Bürgerhaus

 

Johann Christoph Adelung Schule

 

 

 
 

 Verwaltungsgebäude

 


Ortsteil Rebelow

Die Rebelower Kirche wurde 1892 gebaut. Am 18. Oktober überreichte, die damalige deutsche Kaiserin, eine Altarbibel zur Wiedereinweihung der zerstörten Kirche der zu jenem Zeitpunkt wieder aufgebauten Dorfkirche. Die deutsche Kaiserin war Auguste Victoria.

  Kirche Rebelow


Die Kleinbahn, Mecklenburg- Pommersche Schmalspurbahn (MPSB) genannt, wurde von 1898- 1900 durch Rebelow gebaut.
Die genaue Jahreszahl des Schulbaues ist nicht bekannt. Es wird angenommen, dass es das Jahr 1888 war. Die Lehrer, die in dieser Schule unterrichteten waren: Herr Freese, Herr Schwarz, Herr Becker und viele andere.
In Rebelow wurde nach dem 1. Weltkrieg 1919-1920 ein Schützenverein gegründet. An den Schützenfesten nahm die ganze Dorfbevölkerung regen Anteil, es wurde schön gefeiert. Der Schützenverein bestand bis 1934, als Adolf Hitler an die Macht kam, wurde dieser Verein verboten.
Um 1930 wurde in Rebelow die Feuerwehr gegründet und besteht bis zum heutigen Tage. Sie ist sehr aktiv.


Ortsteil Dennin

Die Entstehung der Ortsnamen wird erst in 12.Jahrhundert geliefert. Das Land wurde in dieser Zeit durch weltliche Herren und Fürsten, deutschen Stammes in Besitz genommen. Dennin = Dembin reiv.
Dembina (Denbina), Eichholz, eichicht, demb. Eiche. Die Ortsnamen des Kreises zeugen bloß von Eichen, Linden und Kiefern.

   Ortsdurchfahrt Dennin


Dennin, Kreistags- und Provinzial = Landtagsberechtigtes Lehn = Rittergut Dennin, bildet, so weit zuverlässige Nachrichten reichen, die älteste Besitzung der Familie, und es wird nicht ohne Grund angenommen, dass der älteste bekannte Ahnherr, ein Hennig von Kazweryn, der ins Jahr 1150 gelebt hat, außer anderen Besitzungen auch Dennin und Spantekow besessen und wahrscheinlich auch dort gewohnt hat.
Nach der Eroberung Vorpommerns zog König Friedrich Wilhelm I. in Jahre 1715 die Spantekowern Güter ein, weil deren damaligen Lehensinhaber, Graf Steenbock, die Waffen gegen ihn geführt hatte. Der Stockholmer Friedensschluss vom 21. Januar 1720 sicherte in des den Besitzern confisierter Güter die Wiedereinsetzung zu, und die gräflich Steenbocksche Familie trat unterm 30.Dezember 1728 den neuen Landesherren von Vorpommern ihre Pfandansprüche für 56.000 Thlr. ab, nachdem der Obrist von Dossow, welchem die Spantekowschen Güter im Laufe des schwedischen Krieges verliehen worden waren.

Ortsteil Neuendorf B

Neuendorf B ist nicht so „neu“ wie der Name vermuten lässt. Seit über 800 Jahren lebten hier einige Bauernfamilien entlang der Dorfstraße und um die Kirche (15. Jh.) herum. Der Ortsteil Janow ist dagegen ein typisches Gutsdorf. Vor 200 Jahren errichtete man ein Gutshaus mit Parkanlage (10 ha) und Wirtschaftsgebäude links und rechts der Gutsachse. Die Einwohnerzahl der beiden Orte hat nach Kriegsende noch um die 1000 betragen und liegt heute bei knapp 190 Einwohnern.
Zur Gemeinde gehört außerdem die Ruine der ehemaligen Ritterburg Landskron, die am besten erhaltene Burgruine Vorpommerns. Gebaut 1576/79 war sie schon gut 100 Jahre später eine Ruine.


 

Malerisch liegt sie im unberührten
Landschaftsschutzgebiet Landgrabental ca. 2 km
südlich von Janow.
Für Besucher vollständig zugänglich, ist sie wegen
ihres urtümlichen Ambientes ein Geheimtipp für Ausflügler der gesamten Region.


Die Gemeinde ist heute geprägt von Einfachheit und Ruhe, Landwirtschaft und Pferdezucht ( Gestüt Redefin – Außenstelle Janow, Hufschmied, jährliche Fohlenschau im Park)
Im Schloss befindet sich ein kleines Dorfmuseum.
Der Dorfkrug „Zur Linde“ ist für seine gute Gastronomie bekannt und bietet die Möglichkeit der Übernachtung.

 

In Neuendorf B ist die denkmalgeschützte Kirche aus dem 15. Jahrhundert sehenswert.
Die Kirche ist ein Feldsteinbau mit einem Schnitzaltar von 1530 und drei Glasmalfenster aus dem 19. Jahrhundert.

 

© 2007 Amt Anklam-Land